Nein gesagt hat er schon – Warum wir nur gewinnen können

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Soll ich meinen Ex- Chef anrufen und fragen ob ich wieder für ihn arbeiten darf, nachdem ich letztes Jahr gekündigt habe?? Soll ich mich bei meiner Ex- Freundin melden, die ich für eine (wie sich im Nachhinein herausgestellt hat) Idiotin verlassen habe? Soll ich mich auf meine Traumstelle bewerben, obwohl ich meiner Meinung nach noch nicht qualifiziert genug bin?

JA, JA, JA, JA, JA, JA, JA, JA und nochmal JAAAAAAAAAAAAA!!!

Was hast du zu verlieren????

Mehr als dass du weiterhin nicht deinen Ex- Job hast, deine Ex- Freundin zurück bekommst, deine Traumstelle (noch) nicht erhälst kann nicht passieren. Keine Freundin und keinen Job hast du schon;-)

Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, dass ich vor Entscheidungen (Chancen) in meinem Leben zögere, weil ich mir zumindest kurzzeitig Horrorszenarien ausmale was denn alles passieren könne…. Blamieren, in meinem Stolz gekränkt oder abgelehnt werden…all das könnte passieren. Fakt ist aber doch, dass wir außer kurzweilig schlechte Gefühle spüren zu müssen ABSOLUT NICHTS zu verlieren haben?! Haben wir nicht oft genug erlebt, dass uns eine schlechte Nachricht kurzfristig wahnsinnig beschäftigt hat, aber in der nächsten Woche schon überwunden war?

Außer einem Nein können wir nichts kassieren. Wir werden nicht verfolgt, nicht verbrannt, nicht verhaftet, nicht gesellschaftlich verschmäht. Wir können uns lediglich ein kurzfristig schlechtes Gefühl abholen. Aber in den meisten Fällen können wir nur eins:

Wir können GEWINNEN!!

Und wenn uns das bewusst wird, fällt es gar nicht mehr schwer den ersten Schritt zur Erfüllung unserer Träume zu gehen. Zumal 95 % dessen was wir uns in unserem Kopf an Worst- Case- Szenarien ausmalen sowieso nicht eintreffen wird!!!

Wir lassen unser Leben oft von unseren (meist unbegründeten) Ängsten dominieren, um im Nachhinein festzustellen, dass die ganze Panikmache im Vorhinein völlig und total unnötig war.

Was habe ich mir vor Namibia nicht alles ausgemalt. In meiner Vorstellung dachte ich im Township würde ich täglich überfallen werden und müsste in einer Wellblechhütte leben (die üblichen Klischees) :DDDD. Selbstverständlich würde ich auch vor Einsamkeit sterben und am Ende wahrscheinlich noch bei Brot und Wasser in einem namibischen Gefängnis landen (natürlich übertreibe ich, aber Respekt hatte ich definitiv);-) So oder so ähnlich waren meine Ängste bevor ich nach Namibia geflogen bin….

Doch es kam (glücklicherweise) wie so oft völlig anders:

In dem Township (Armenviertel) in dem ich wohnte, konnte ich alleine joggen gehen, mir wurde verlorenes Geld hinterher getragen, ich habe in einem wunderschönen Guesthouse mit Panoramablick und Pool gelebt und habe unfassbar tolle Menschen kennen lernen dürfen.

Eine andere Anekdote begab sich kurz vor meiner Diplomprüfung:

Ich wurde nach absolvierter 20 seitiger und benoteter Seminararbeit nicht für meine Diplomarbeit zugelassen, weil ich vergessen hatte mich mit einem Einzeiler vorab für meine (bis dahin bereits benotete)Seminararbeit anzumelden. Daher sollte diese mit null Punkten bewertet werden und ich sollte sie nochmal schreiben (nochmal 4 Monate meiner Lebenszeit). Nachdem mir auch noch mitgeteilt wurde, dass es noch nie jemand geschafft hatte, die Seminararbeit dennoch voll bewertet zu bekommen, war ich mit meinen Nerven erst mal kurz am Ende. Denn: in 4 Monaten sollte mein (bereits gebuchter) Flug nach Namibia gehen. Das hieß für mich: entweder JETZT mit der Diplomarbeit beginnen oder mein Diplom um 1 Jahr verschieben.

Nach langem Überlegen kam ich dann letztlich zu dem Entschluss, dass ich sowieso schon eine im Nachhinein nicht bewertete Seminararbeit hatte. Mehr als probieren konnte ich es nicht. Also schrieb ich dem Dekanat eine 2 seitige unjuristische, freche und völlig inakzeptable Email. Ich schrieb über 2 Seiten, warum ich es traurig finde, dass in Deutschland Fristen über Menschlichkeit stehen, Mitgefühl über Verstand etc. Gott ließ ich mich aus:D

Denn: Die 20 seitige Seminararbeit wurde bereits von einem Professor mit einer guten Note bewertet. Nur wegen der Frist sollte sie nicht gewertet werden. Das ist ungefähr so wie mit den Händen vor den Augen um eine Sandburg zu laufen und ihre Existenz zu verleugnen…

Wie zu erwarten erhielt ich ein paar Tage später eine SEHR erboste 2 seitige Email zurück, in welcher mir erklärt wurde, dass man sowas nicht schreiben dürfe, schon gar nicht als angehende Juristin. Wie ich nur könne..bla, bla, bla….wie könne ich Popelstudent das Dekanat (meine Bewerter) als unmenschlich betiteln. Das hätte man noch nie erlebt und gehen tue das schon dreimal nicht.

Diese Mail war nicht schön. Sie versetzte mir einen tiefen Schlag mitten in die Magengrube….

Eine paar Tage später erhielt ich eine weitere Email.

In dieser stand sinngemäß, dass man mein Verhalten immer noch absolut daneben und inakzeptabel fände. Unter keinen Umständen würde meine Rüge von einer juristischen Fakultät geduldet. NIEMALS! Nach einem 2 seitigen Anschiss war dann folgender Satz vermerkt:

Nach langem Abwägen kamen wir allerdings zu dem Entschluss, dass es unter Beachtung der Konsequenzen für  Sie (mich) nicht angemessen sei, Ihre (meine) Seminararbeit nicht regulär zu werten. Ich könne Montag mein Thema für meine Diplomarbeit abholen…(sollte aber vorab auf jeden Fall nochmal über mein Verhalten nachdenken;-))

Lange Rede kurzer Sinn: meine Seminararbeit wurde DOCH gewertet:)))))

Man habe ich mich gefreut:))))

Was ich damit sagen will: selbst wenn die Erfolgsaussichten erst Mal schlecht aussehen und du denkst dass alles verloren ist:

Verloren hast du schon.

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Von daher kannst du nur noch gewinnen!!!!!

Jetzt kannst du nur noch ein JA bekommen:)

Von daher traue dich. Es lohnt sich!

Fühle dich gedrückt<3

Nina

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4 Gedanken zu “Nein gesagt hat er schon – Warum wir nur gewinnen können

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