Machen, nicht denken – die radikal einfache Idee dein Leben zu verändern

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Im Zeitalter der Selbstreflexion häufen sich Bücher über positives Denken. Denke dich schlank, denke dich reich, denke dich glücklich, denke dich tot;-) Letztlich lautet das Statement: wenn du dein Leben ändern willst, ändere deine Gedanken. Selbstverständlich sind Gedanken wichtig, um das eigene Leben verändern zu können. Es ist sogar mit das Wichtigste womit wir beginnen können uns zu verändern. Dennoch kann dies alleine nicht genügen..

Ich kenne nämlich niemanden, der mit reiner Gedankenkraft jemals schlank, reich, schwanger oder sportlicher geworden wäre. Es ändert sich wenig (außer dass wir noch dicker werden), wenn wir mit all unserer Gedankenkraft auf der Couch sitzen, uns Schokolade und Chips reinstopfen und mit positivem Denken darauf hoffen schlanker zu werden. Es ändert sich nichts, wenn wir mit positivem Denken darauf warten einen Studienabschluss in den Briefkasten geworfen zu bekommen oder unsere Flamme mit Gedankenkraft zu einem Date zu bewegen. Mit positiven Gedanken alleine läuft weder ein Unternehmen, noch wissen wir, ob uns ein Leben in Australien nicht besser gefallen würde. Ich weiß das ist jetzt hart, aber: Australien kommt nicht zu uns. Da müssen wir schon hingehen. Gedanken alleine beamen weder Millionen aufs Konto, noch ändern sie irgendetwas an unserem Leben. Handeln müssen wir trotzdem!

Wir Menschen leiden allerdings oft an einer weit verbreiteten Krankheit: der Aufschieberitis. Was ich heute kann besorgen, das verschiebe ich auf morgen. Oder so ähnlich 😉 Was wir dabei vergessen: unsere Zeit hier auf Erden ist endlich. Irgendwann ist es rum und was wir dann nicht probiert haben werden wir nie wieder ausprobieren können.

Viele Menschen wissen oft an einem gewissen Punkt in ihrem Leben nicht, ob sie den einen oder anderen Weg einschlagen sollen. Also sinnieren sie. Sie sinnieren monate – oder sogar jahrelang über das für und wider der unterschiedlichen Optionen. Da wird tagelang mit jedem Menschen aus der Kontaktliste abgewogen, gequatscht und Sauerstoff verbraucht. Ich nehme mich da nicht aus. Auch ich war ein Fan meines Telefons. Was ich alles rein hypothetisch erlebt habe war der Wahnsinn: rein hypothetisch eine Weltreise durchdenken, rein hypothetisch ein Unternehmen gründen, rein hypothetisch eine Bewerbung schreiben. Rein hypothetisch hatte ich ein spannendes Leben.

Aber rein faktisch ändert das nichts. Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem man merkt: mit quatschen und denken alleine sitze ich auch noch in 10 Jahren hier. Und dann muss man etwas machen: muss man handeln.

Sicherlich ist es wichtig nicht blauäugig durchs Leben gehen. Mal eben den Partner verlassen um einen neuen auszuprobieren oder den Job schmeißen, wenn man einen monatlichen Kostenapparat zu versorgen hat wäre grob fahrlässig. Allerdings kann es auch nicht die Lösung sein, wenn wir jede Lebensentscheidung erstmals drei Jahre abwägen, tot diskutieren um sie dann doch zu verwerfen.

Wenn wir noch nie in Neuseeland gewesen sind, woher wollen wir dann wissen, ob das das Land unsere Träume ist in welches wir auswandern wollen? Woher wollen wir wissen, ob uns die Tätigkeit als Unternehmensberater nicht glücklich macht, wenn wir noch nie einen Fuß in eine Unternehmensberatung gesetzt haben?

Ich behaupte, dass es nur einen kleinen Teil an Menschen gibt, der von klein auf zu 100 % weiß wo die Reise hingeht. Die, die mit fünf Jahren bereits täglich auf dem Klavier rumklimpern, die die sich für Astronomie interessieren oder den ganzen Tag passioniert Gemälde malen. Dies gilt allerdings nur für die Minderheit. Das Gros der Menschheit weiß manchmal selbst bis 50 nicht, was ihnen wirklich Spaß machen könnte. Solange wir allerdings nur darüber nachdenken wie es anders sein könnte, ändert sich nichts. Wir malen uns Horrorszenarien aus was alles passieren könnte wenn wir dies oder das tun. Wobei von dem was wir uns in unserem Kopf ausmalen 90 % wenn es soweit ist niemals eintreten werden..

Ich hätte darüber sinnieren können, ob ich Rechtsanwältin, Entwicklungshelferin, Journalistin, Unternehmensberaterin, professionelle Rasenmäherin oder Straßenmusikerin werden will. Ich hätte darüber sinnieren können ob ich in Deutschland leben will, in Namibia, Costa Rica etc. Hätte ich aber nichts in diese Richtungen ausprobiert, würde ich auch heute noch mit Pro und Contra Listen in meinem Kämmerlein sitzen und wäre keinen Schritt weiter.

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Natürlich hat man nur ein Leben, sodass man nicht alles ausprobieren kann was das Leben anbietet. Allerdings hat man eine Idee, in welche Richtungen die Reise gehen könnte und dann: Lets go!

Und vor allem: verschwende nicht soviel Zeit! Ich verstehe nie, warum manche Menschen immer solange rumfackeln müssen. Wenn du eine Idee von dem hast was du willst, setze es um! Aber nicht morgen, nächste Woche, bei schönerem Wetter oder nächstes Jahr, sondern jetzt!! Soweit es möglich ist.

Du willst dich beruflich verändern? Super, dann schreibe nach der Arbeit Bewerbungen und schicke sie noch heute raus! Du willst ins Ausland? Super, dann google heute nach den Voraussetzungen und setzte dir bis Ende der Woche eine Deadline. Du willst mit dem Rauchen aufhören? Okay, dann jetzt! Du brauchst weder eine Jahreswende noch sonst irgendwelche Events um Entscheidungen zu treffen. Du willst abnehmen? Klasse. Dann beginne heute!

Es ist nachgewiesen, dass wir das meiste von dem was wir nicht innerhalb von 72 Stunden umsetzen niemals umsetzen werden.

Von daher: nicht soviel quatschen, einfach machen!

„ Im Anfang war die Tat“ – Johann Wolfgang von Goethe, Faust

Liebe Grüße ❤

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